Allgemein · Grundrezept

Buttercreme

Hallo zusammen, neben den ganzen Kuchen, wollte ich mit euch auch das ein oder andere Grundrezept teilen und vor allem meine Meinung dazu 😉

Buttercreme, da ich habs ausgesprochen. Eigentlich garnicht so aufwendig, wie man sich das immer vorstellt. Da draußen schwirren ja abertausende Rezepte rum. Und man stellt ja gewisse Ansprüche. Für mich gibt es drei verschiedene Arten, die ich je nach Verwendungszweck benutze.

Amerikanische Buttercreme

Deutsche Buttercreme

Schweizer Buttercreme

Alle in ihrer Art lecker und alle nützlich.

Von den dreien ist die Amerikanische die leichteste in der Herstellung. Butter und Puderzucker sind der Hauptbestandteil. Dann können Geschmacksnoten hinzugefügt werden. Aber wie ihr euch vorstellen könnt, ist diese Variante ultra mächtig und papp süß. Man kann sie gut hauchdünn zwischen Böden streichen, so wird der Kuchen nicht trocken und da die Creme recht geschmacktsintensiv sein kann, ist es eine schöne Möglichkeit hier dem Kuchen das gewisse Extra zu verleihen. Auch als „Unterlage“ für Fondant-Torten eigenet sie sich prima.

230 g Butter
1 TL Sahne
1TL Sirup
450 g Puderzucker
0,5 Fläschchen Aroma

Die zimmerwarme Butter gut aufschlagen, den Teelöffel Sahne hinzugeben. Dann nach und nach den Puderzucker auf kleiner Stufe unterrüren. Die potenziellen Klümpchen lösen sich rasch auf. Zum Schluss das Aroma und den Sirup hinzu geben. Für den Sirup könnt ihr natürlich selbstgekochten Zuckersirup verwenden oder z.B. Kaffeesirup in allen erdenklichen Geschmacksvarianten. Auch Zitronenschale, lösliches Espressopulver machen sich hervorragend. Beim Espressopulver das Pulver vorher mit 1 TL Wasser auflösen.

Deutsche Buttercreme, hier braucht man etwas Vorbereitungszeit, damit auch nichts schief geht. Die Buttercreme besteht aus Butter und Pudding. Die Creme ist etwas leichter als die Amerikanische Creme, wie ihr euch sicher vorstellen könnt und vor allem weniger süß. Sie eignet sich hervorragend zum Füllen und Bestreichen von Torten. Auch hier könnt ihr durch Zugabe von Aromen für viel Abwechslung sorgen. Die Creme ist recht feucht durch den hohen Puddinganteil.

600 ml Milch
1 Eigelb
1,5 Päckchen Vanillepuddingpulver (hier wäre es auch möglich Pudding mit anderen Geschmacksrichtungen zu nehmen)
60g Zucker
300 g Butter, weich
50 g Kokosfett (Kein Kokosöl verwenden)

Das Eigelb unter die Milch rühren. Den Pudding mit der Milch, Zucker und dem Puddingpulver laut Packungsanweisung kochen. Dann das Kokosfett unterrühren, bis es sich aufgelöst hat. Den Pudding mit Klarsichtfolie abdecken – die Folie direkt auf den Pudding legen – so verhindert ihr Hautbildung. Für die Weiterverarbeitung sollten Pudding und Butter die gleiche Temperatur haben, also beide Zimmerwarm sein. Die Butter aufschlagen, dann Löffel für Löffel die Buttercreme langsam unterrühren.
Für andere Geschmacksrichtungen gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Ihr benutzt anderes Puddingpulver z.B. Schoko, Karamell, Nougat. Ihr könnt in der heißen Milch (bevor ihr das Puddingpulver dazu gebt) auch 100g Schokolade oder Nougat oder lösliches Espressopulver auflösen. Am Ende gibt es die Option in die fertige Buttercreme 1-2 Esslöffel Marmelade oder Likör einzurühren, oder natürlich Zitronen/Orangenschale.

Und nun zu meinem Favoriten. Die Schweizer Buttercreme ist in ihrer Herstellung vielleicht die Aufwendigste, aber es lohnt sich. VERSPROCHEN! Ich benutze sie für alles. Dekoration auf Cupcakes, denn sie hält auch bei Zimmertemperatur perfekt die Form. Zum Einstreichen und Füllen von Torten, denn sie wird schön fest und ist nicht so mega süß. Sie sieht besonders hübsch aus, da sie seidig glänzt.

150 g Eiweiß (ca. 5 Stück)
250g Zucker
340g Butter
2 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz

Für die Zubereitung benötigt ihr ein Thermometer. Ich habe eine zeitland einfach ein Bratenthermometer benutzt und bin jetzt umgestiegen auf ein Zuckerthermometer, das ist einfach genauer. Das Eiweiß kommt zusammen mit dem Zucker in ein Wasserbad. Das Wasser sollte nicht kochen, da die Gefahr zu groß ist, dass das Einweiß stockt. Das Eiweiß mit dem Zucker unter einfachem rühren erhitzen bis die Masse 75°C hat. So stellt ihr sicher, dass die Creme glänzt und niemand Salmonellen bekommt. Hat die Masse die kritische Temperatur erreicht, das Wasserbad vom Herd nehmen und die Masse so lange aufschlagen, bis sie Körpertemperatur hat. Ihr könnt den Prozess beschleunigen, in dem ihr die Schüssel während des Aufschlagends in kaltes Wasser stellt oder auf eine Tüte Gefrorenes stellt. Wenn die Masse weiß glänzt und spitzen zieht, kann die Butter unter gerührt werden. Wundert euch nicht, es dauert etwas bis sich alles verbindet. Einfach weiter rühren. Wenn alles an Butter untergerührt ist die Prise Salz und den Vanilleextrakt hinzugeben. Auch diese Buttercreme kann man natürlich verfeinern. Für Schokoladenbuttercreme einfach 150g geschmolzene und abgekühlte Schokolade unterziehen. Für fruchtige Alternativen einfach 70g Fruchtpüree unterrühren. Zitronencreme bekommt ihr, wenn ihr abgeriebene Zitronenschale (Schale sollte zum Verzehr geeignet sein) und 120g Lemoncurd unterhebt.

Auf dem Foto seht ihr die Schweizer Variante. Man kann schön sehen, wie fein sich damit verschiedene Strukturen spritzen lassen – das Beste diese halten dann auch den ganzen Tag.

cupcakes-turkis_fotor

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s